AZUBI GESUCHT

Tischler ist ein spannender Beruf

 

Die Tischlerei Gerber GmbH bildet jährlich Auszubildende in dem Ausbildungsberuf Tischler aus. Vom persönlichen Gespräch bis zum freiwilligen Praktikum – wir nehmen uns die Zeit, unsere zukünftigen Auszubildenden genau kennenzulernen. Schließlich gehen beide Seiten eine langjährige Bindung ein, mit der man gemeinsam auf ein Ziel hinausarbeitet: Eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung und Grundbaustein für eine sichere Zukunft!

Wir integrieren unsere Auszubildenden von Beginn an in alle Arbeitsabläufe, weshalb sie schnell auf ihren eigenen Beinen stehen. Im Handwerk lernt man mit den eigenen Augen und mit Hilfe unserer „Altgesellen“. Von den ersten Schlitz und Zapfen bis zum Gesellenstück begleiten wir unsere Azubis durch den praktischen Teil der Ausbildung.

Offene Ausbildungsstellen können Sie unserer Downloadseite entnehmen.

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135

Jahre Erfahrung

Gründung 1883

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47

Mitarbeiter

im Jahr 2018

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729.312

Arbeitsstunden

in den letzten 5 Jahren

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6267

Projekte

in den letzten 10 Jahren

Hilfsbereite Betreuung

während der gesamten Ausbildung

Familiäres Arbeitsumfeld

und ein respektvoller Umgang

Selbstständige Projekte

und verantwortungsvolle Arbeit

Fundierte Ausbildung

in unserer Werkstatt

Ausbildung als Tischler bei der Tischlerei Gerber GmbH

AUSBILDUNG BEI UNS IM BETRIEB

Als Familienunternehmen seit über 135 Jahren liegt es uns sehr am Herzen unsere langjährigen Erfahrungen an die heutige Generation weiterzugeben. Daher wird jedem Auszubildendem ein sogenannter Ausbildungspate zugeteilt, der ihn bis zur Gesellenprüfung betreut. Der Pate ist ein Tischlergeselle mit mehrjähriger Berufserfahrung, der dem Auszubildenden die praktischen Fertigkeiten des Tischlerhandwerks vermittelt. Für die Erreichung und Umsetzung der Ausbildungsziele ist im Unternehmen Gerber GmbH unser Werkstattmeister verantwortlich. Als ausgebildeter Tischler-Meister verfügt er über jahrzehntelange Erfahrung in der erfolgreichen Ausbildung unserer zukünftigen Tischler. Die konkreten Inhalte der Ausbildung beruhen auf den Richtlinien des Ausbildungsrahmenplans für den Beruf des Tischlers. Arbeitssicherheit und Jugendschutz ist der Firma GERBER sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir uns sehr gefreut das Siegel vom Fachverband des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen zu erhalten.

„Weinzeit“ bei der Tischlerei Gerber

– ein ganz besonderes Gesellenstück, gefertigt in hochwertiger Handarbeit

Der wichtigste Teil der Gesellenprüfung im Tischlerhandwerk eines jeden Auszubildenden bzw. einer jeden Auszubildenden, ist die Fertigung des Gesellenstücks. Dabei spielen zahlreiche Kriterien eine wichtige Rolle. Dazu gehört z.B. die Konstruktion, die Materialauswahl, das Einbringen verschiedener Bauteile und klassischer Holzverbindungen, aber auch die Unterbringung von sogenannten Halbzeugen (z.B. Lichtinstallationen, Waschbecken, etc.). Das alles und vieles mehr gilt es zu beachten, wenn die Prüfung näher rückt, zudem gibt es einen beschränkten zeitlichen Rahmen, indem das Stück hergestellt werden muss. Der Auszubildende hat insgesamt lediglich 100 Stunden Zeit, um das Projekt zu realisieren. So kann er als zukünftige Geselle zeigen, was er in der Zeit während der Ausbildung gelernt hat und ob er in der Lage dazu ist, selbständig die Idee eines Möbelstücks zu entwickeln, es zu konstruieren und zu fertigen.

Wir, die Gerber GmbH, unterstützen als traditionelles Familienunternehmen bereits seit Jahrzehnten unsere Auszubildenen auf ihrem Weg zum Tischlergesellen. Dabei können wir mit Stolz sagen, dass wir bereits von Begin an unsere Auszubildenen in alle Prozesse einbinden, so dass sie schnell lernen, wie sie selbständig an komplizierte Projekte heran gehen und diese realisieren können. Nichtsdestotrotz ist es uns ein Herzensanliegen, voneinander zu lernen. Die werdenden Gesellen stehen im stetigen Austausch mit unseren Altgesellen, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

In diesem Sommer hat auch unser Lehrling Torben erfolgreich seine Prüfung zum Tischlergesellen bestanden. Mit Sorgfalt und Bedacht entwarf, konstruierte und fertigte er eine Weinbar.

Idee

Durch den Bau der Weinbar soll dem Wohnzimmer ein einzigartiges und elegantes Möbelstück hinzugefügt werden. Dank ihrer klassischen Bauweise wird sie der Blickfang des Raumes, fügt sich dennoch perfekt ins Raumklima und tanzt nicht aus der Reihe. Sie gibt eine Gelegenheit zur Versammlung, zum Innehalten und bietet gleichzeitig Raum für den Ausschank sowohl als auch Lagerfläche.
Mit den Maßen 1112x692x462 (mm) hat das Möbelstück keine außergewöhnlichen Proportionen, weswegen eine dauerhafte Nutzung, egal in welcher Raumgröße, möglich ist. Trotzdem findet sich genügend Stauraum für Rotweine, Weingläser und Karaffen.
Bezüglich der Materialität fiel die Wahl auf Corian. Der robuste Mineralwerkstoff bietet eine enorme Kratzfestigkeit und ist somit optimal für die Baroberfläche als auch für Haustiere geeignet. Als Gegenspieler dazu wird Räuchereiche verwendet. Das Holz, das auch das Material für Weinfässer bildet, hebt sich wunderbar von dem helleren beige-braunen Corian ab und bildet einen Hell-Dunkel-Kontrast.

Konstruktion & Fertigung

Die Bar besteht aus einem Innen- und einem Außenkorpus, welche auf einem Stollen-Zargen- Gestell stehen. Der Innenkorpus, der aus Stabplatte gefertigt wird, hat eine Oberfläche aus Räuchereichefurnier, welches später klar matt lackeiert wird, um den Eindruck zu vermitteln, dass das Holz unbehandelt ist. In diesem Korpus findest man eine kastenförmige Aufteilung um Weinflaschen liegend aufzubewahren. Des Weiteren sind zwei Einlegeböden mit einer Nut versehen, um Weingläser aufzuhängen. Die Einlegeböden werden auf Schwedenträgern geführt, wodurch eine unsichtbare Befestigung zustande kommt.

Details

Der Schubkasten, indem Utensilien wie Korkenzieher und Untersetzer aufbewahrt werden, wird mittels einer klassischen Schubkastenführung aus Räuchereiche geführt. Der Schubkasten ist mit einer offenen Zinkung versehen, sowie mit einem Doppel aus furnierten MDF bestückt. Um den Schubkasten zu öffnen, drückt man auf das Schubkastendoppel, wodurch der Tipp-On Mechanismus betätigt wird. Nun kann man mittels einer Griffmulde den Schubkasten öffnen. Ein Öffnungsbegrenzer sichert den Schubkasten vor unbeabsichtigtem Herausziehen. Durch ein Umlegen des Öffners, kann man den Schubkasten komplett aus seiner Führung ziehen.
Der aus Corian gefertigte Außenkorpus enthält eine rundlaufende Fräsung der Lieblingsweinrebsorten des Lehrlings. Um diese besser sichtbar zu machen, werden die Schriftzüge mit weißem Coriankleber ausgefüllt. Um eine glatte Oberfläche zu erhalten, wird der Kleber nach dem Aushärten bündig geschliffen. Durch die weiße Färbung entsteht ein harmonisches Gesamtbild mit der braun-beigen Corianplatte, das den Schriftzug erkennen lässt, ihn aber nicht zu sehr in den Vordergrund rückt.
Die zweiflüglige Türanlage wird mithilfe einer Schlitz- und Zapfenverbindung klassisch gefertigt. Um den Blick in das Innere der Weibar zu ermöglichen, werden zwei Glasscheiben als Füllungen verwendet, die ich mit überfälzten Glasleisten auf der Türinnenseite befestige. Zwei Möbelgriffe aus Corian ermöglichen ein bequemes Öffnen der Weinbar und greifen den Mineralwerkstoff nochmal in den Türen auf.
Das Stollen-Zargengestell wird aus massiver Räuchereiche gefertigt. Die Stollen werden konisch geschnitten, um das Möbelstück luftiger zu gestalten. Die Zargen werden mittels einer Überblattung im Stollen befestigt. Der Überstand dieser Verbindung ist bündig mit den Außenseiten des Korpus, wodurch ein harmonischer Übergang zwischen Korpus und Gestell entsteht.
Der Korpus wird mittels vier Nutklötzen mit dem Gestell verbunden. Durch die hohe Anzahl der Nutklötze ist ein Verschiebend es Korpus nicht möglich, so gibt es eine stabile Verbindung.

AZUBI INTERVIEW – mit Jonas V.

 

Wie bist Du zu dem Beruf Tischler gekommen?

„Eigentlich war es mehr Zufall, da ich ein Informatik Studium angefangen habe und gemerkt habe, dass es nichts für mich ist. Ich wollte handwerklich arbeiten und Dinge mit meinen eigenen Händen schaffen.“

Wieso hast Du Dich für eine Tischler Ausbildung entschieden?

„Es hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht mit Holz und anderen Materialien zu arbeiten. Ein weiterer Grund sind die vielseitigen Aufgabenbereiche eines Tischlers, die mich dazu gebracht haben eine Ausbildung in dem Beruf anzufangen.“

Wie wurdest Du an den Beruf herangeführt?

„Am Anfang der Ausbildung habe ich den Gesellen über die Schulter geschaut und kleinere Aufgaben eigenständig übernommen. Mit der Zeit habe ich dann begonnen, an eigenen Projekten zu arbeiten.“

Wie wurdest Du bei der Firma GERBER während deiner Ausbildung betreut?

„Während meiner Ausbildung hat mich Johann, ein erfahrender Geselle, persönlich betreut. Jedoch konnte ich jederzeit auch meine anderen Arbeitskollegen fragen, wenn ich ein Anliegen hatte.“

Wie sah eine normale Woche bei Dir aus?

„Ich hatte ein- bis zweimal in der Woche Berufsschule und die restlichen Tage habe ich bei der Firma GERBER gearbeitet.“

Zu welcher Berufsschule bist Du gegangen? Wie sah Dein Schulalltag aus?

„Ich ging auf das Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg in Neudorf, nicht weit von der Firma entfernt. Mein Schulalltag hat sich nicht so viel verändert, außer, dass zusätzlich berufsbezogene Fächer unterrichtet wurden.“

Welche Fächer hattest Du in der Berufsschule?

„Neben den normalen Fächern, die man aus der Schulzeit kennt, wie z.B. Englisch, Deutsch oder Religion, hatten wir auch Fächer in denen wir Verbindungstechniken, Materialkunde oder auch freies Zeichnen gelernt haben. Vieles was wir auch im Alltag als Tischler wissen sollten oder anwenden.“

Wie verläuft eine Gesellenprüfung?

„Bei einer Gesellenprüfung muss man ein Möbelstück innerhalb von 100 Stunden bauen, dabei kann man individuell entscheiden was man bauen möchte, jedoch gibt es Vorgaben die zu beachten sind. Ich habe mich dazu entschieden, ein Sideboard mit bündig eingelassenem Glas für meinen Plattenspieler zu bauen. Ich wollte etwas schaffen, wofür ich mich begeistere und persönlich auch nutzen kann.“

Welche Aufgaben machst Du am häufigsten?

„Da ich oft bei dem Bau der Humidore mitarbeite, ist das Fertigen der Korpen eine meiner regelmäßigen Aufgaben. Jedoch unterscheidet sich die Konstruktion bei jedem Humidor, da diese nach Kundenwunsch nach Maß angefertigt werden.“

Welche Aufgaben machen Dir am meisten Spaß? Was machst Du am liebsten?

„Am liebsten arbeite ich mit Furnieren, die Verarbeitung verlangt viel Präzision und Genauigkeit, damit am Ende ein schönes und einzigartiges Furnierbild entsteht.“

Welches Projekt hat Dich bisher am meisten begeistert?

„Am meisten begeistert hat mich der Bau eines über 3 Meter breiten Humidors, da ich diesen fast ganz allein gebaut habe. Diese Art von Projekten machen mir Spaß und als Tischler auch sehr stolz.“

Inwiefern hast Du Dich im Rahmen der Ausbildung weiterentwickelt?

„Besonders im Bereich Materialkunde habe ich mich weiterentwickelt. Mein Verständnis zu Materialien ist ein anderes als am Anfang der Ausbildung.“

Hast du Tipps an jemanden der sich für den Beruf als Tischler interessiert?

„Ja! Mach es auf jeden Fall! Du lernst so viele Dinge in den unterschiedlichsten Bereichen und dir wird beigebracht wie man aus den verschiedensten Materialien ein kreatives und einzigartiges Möbelstück herstellt.“

Gerber GmbH